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Kantonsgrenzen nicht vergessen!

SW!SS REHA, die Vereinigung der Rehabilitationskliniken der Schweiz, verfolgt mit grossem Interesse die von Bundesrat Pascal Couchepin wieder in Gang gesetzte Diskussion um die Öffnung der Landesgrenzen auch für Grundversicherte. Deren Behandlung in ausländischen Kliniken schliesst das aktuell gültige und vom Schweizer Stimmbürger im Jahr 1996 mit grossem Mehr angenommene Krankenversicherungsgesetz aus.

SW!SS REHA sperrt sich nicht gegen eine faire Öffnung von Grenzen im Gesundheitswesen, sondern ist offen für mehr Wettbewerb. Verbunden mit einer allfälligen Lockerung des soge-nannten Territorialitätsprinzips sind aber gleichzeitig einige wichtige Rahmenbedingungen zu erfüllen. Die meisten Rehabilitationskliniken in der Schweiz sind interkantonal tätig, soweit es die kantonalen Spitallisten erlauben. SW!SS REHA fordert deshalb, dass parallel zu den Landesgrenzen auch die Kantonsgrenzen im Gesundheitswesen aufzuheben sind.

Es ist aus Sicht von SW!SS REHA zudem nicht legitim, „einfache“ Rehabilitationsfälle in personell unterdurchschnittlich dotierten ausländischen Kliniken zu platzieren und die entsprechend tiefen Kosten den Aufwendungen für Patienten mit Schwerstbehinderungen und entsprechend personalintensiver Behandlung in hiesigen Kliniken gegenüber zu stellen. Schweizer Rehabilitationskliniken sind weltweit als medizinisch führend anerkannt und leisten kompetente und effiziente Arbeit. Erfolgreiche Rehabilitation bringt Betroffenen ein unbezahlbares Plus an Lebensqualität und zudem einen grossen volkswirtschaftlichen Nutzen. Wer rasch in sein gewohntes Umfeld und an seinen Arbeitsplatz zurückkehren kann, belastet weder die Invaliditätsversicherung noch beansprucht er teure Nach- und Dauerbehandlungen.