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Stellungnahme der Swiss Reha zum Interview mit Helsana Chef Manfred Manser "Wieso soll man 40 Prozent mehr bezahlen?" im Tages-Anzeiger vom 6. August 2005

Mit Erstaunen hat Swiss Reha, der Zusammenschluss von 14 Rehabilitationskliniken in der Schweiz, die Aussagen des Helsana Chefs Manfred Manser zur Kenntnis genommen. Swiss Reha verwahrt sich im Namen des Patientenwohls gegen die von Manfred Manser aufgestellten Behauptungen und den Versuch der Helsana, sich auf Kosten der Patienten mit Schein-Therapien im Ausland gesund zu stossen.

Zu den einzelnen Behauptungen der Helsana-Leitung hält Swiss Reha folgendes fest:

1. Die Rehabilitation in süddeutschen Kliniken entspricht nicht "einem ausdrücklichen Wunsch der Bevölkerung", gibt es doch keine einzige repräsentative Umfrage, die diese Aussage von Manred Manser stützt. Hingegen ist bekannt, dass die Schweizer Bevölkerung keinen Abbau des hohen Standards im Schweizer Gesundheitswesen wünscht. Im Gegenteil: Nach wie vor will die Schweizer Bevölkerung auch im Bereich der Rehabilitation eine optimale Betreuung, so wie sie unter anderem durch die in Swiss Reha zusammengeschlossenen Kliniken garantiert wird. Dieser hohe Qualitätsstandard in Schweizer Rehabilitationskliniken nützt dem Patienten, da dieser mit einer optimalen Behandlung und Betreuung die grösste Gewähr für eine schnellstmögliche und nachhaltige Rückkehr und Integration in seine gewohnte Umgebung hat. Zudem ist der hohe Qualitätsstandard auch aus ökonomischer und volkswirtschaftlicher Sicht von grosser Bedeutung, da eine schnelle und nachhaltige Wiedereingliederung von Reha Patienten in ihre gewohnte Umgebung kostenintensive Folgetherapien oder IV-Leistungen verhindert und unserer Volkswirtschaft wichtige Arbeitskräfte erhält.

2. Völlig aus der Luft gegriffen ist die Behauptung, dass in deutschen Kliniken ein mit Schweizer Kliniken vergleichbares Therapieangebot offeriert wird. Das Gegenteil ist der Fall: Deutsche Kliniken - so ist Swiss Reha der Stellenplan der im TA-Beitrag angeführten ParkKlinik in Bad Säkkingen bekannt - verfügen nachweisbar über ein deutlich schlechteres Betreuungsverhältnis bei Therapeuten, Pflegekräften und Ärzten wodurch sich das Therapieangebot qualitativ und quantitativ wesentlich von dem der Swiss Reha Kliniken unterscheidet.

3. Der angeführte Kostenvergleich zwischen deutschen und schweizerischen Kliniken vergleicht Äpfel mit Birnen: So schicken Schweizer Versicherer vor allem leichte Therapiefälle in süddeutsche Kliniken, die dort entsprechend geringere Kosten verursachen. Schwere Therapiefälle werden nach wie vor in Schweizer Kliniken behandelt, was zu einem markanten Anstieg der Tageskosten in Schweizer Kliniken führt. Zudem ist bekannt, dass die deutschen Kliniken zumeist massiv vom Staat subventioniert werden und somit keine echte Kostentransparenz aufweisen. Ebenso ist bekannt, dass einige der erwähnten Kliniken im süddeutschen Raum kurz vor dem Konkurs standen und sich nur mittels ihrer auf niedrigem Qualitätsniveau beruhenden Dumping Rehabilitation auf Kosten von Schweizer Patienten über Wasser halten können.

4. Vehement verwehrt sich Swiss Reha gegen die Aussage, dass Qualitätskontrollen in deutschen Kliniken "im Gegensatz zur Schweiz seit Jahren Standard sind". Das Gegenteil ist richtig: So haben die Krankenkassen zu denen auch die Helsana gehört zusammen mit den Kliniken einen gemeinsamen Qualitätsstandard (ALVR) definiert. Dieser Qualitätsstandard darin ist neben der erforderlichen medizinischtechnischen Ausstattung auch die genaue Personaldotation und qualifikation festgelegt wird nun von der Helsana mit ihrer Touristik-Rehabilitation unterlaufen. Zudem messen die Swiss Reha Kliniken seit 1998 kontinuierlich die Ergebnisqualität (Qualitätsberichte, Patientenzufriedenheitserhebungen, Outcome-Messungen etc.).

5. Irreführend sind auch die Äusserungen über die guten Unterbringungsmöglichkeiten für Angehörige sowie die Betreuung. Swiss Reha liegen sehr negative Aussagen von Personen vor, deren Angehörige in süddeutschen Kliniken zur Rehabilitation waren.

6. Absurd ist die Begründung der Preisdifferenz zu deutschen Kliniken mit teuren Apparaturen und dem Bild von "Ferrari-Kliniken" durch Herrn Manser. 80% der Kosten entstehen durch Personalkosten, die technischen Investitionen treten in den Hintergrund. Die Swiss Reha-Kliniken halten sich dabei an die Kriterien der gemeinsam definierten Qualitätsstandards (ALVR). Martin Brunnschweiler, Generalsekretär der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich, hat in seinem Referat anlässlich des Kongresses Gesundheit ohne Grenzen am 4. Juli 2005 in Konstanz da-rauf aufmerksam gemacht, dass aufgrund einer ländervergleichenden Erhebung zwischen Deutschland und der Schweiz die 2,5 bis 3x höheren Tagessätze der Schweizer Kliniken in der muskuloskelettalen Rehabilitation durch einen höheren Betreuungsaufwand der älteren und kränkeren Menschen erklärt seien und die Personalschlüssel von Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften um 50 bis 300% höher lägen.

7. Die Rehabilitationskliniken im süddeutschen Raum, welche der Swiss Reha als Partner Kliniken der Schweizer Krankenversicherungen bekannt sind, sind nicht Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED), welche vergleichbar der Swiss Reha - über klare Qualitätsstandards verfügt.

Für Auskünfte und Fragen stehen Ihnen folgende Personen zur Verfügung:

Dieter Nigg, Präsident Swiss Reha, Direktor, Klinik Valens, Rheuma- und Rehabilitationszentrum, Tel. 081 303 11 11

Hanspeter Gmünder, Vorstandsmitglied Swiss Reha, Medizinischer Direktor, Rehaklinik Bellikon, Tel. 056 485 53 00