Startseite

  

 ACTUALITÉS

Communiqués de presse

Archives 2016

Archives 2015

Archives 2014

Archives 2013

Archives 2012

Archives 2011

Archives 2010

Archives 2009

Archives 2008

Archives 2007

Archives 2006

Archives 2005

SW!SS REHA News

E-Mail Newsletter

Manifestations

Conférence REHA Ticino

 POLITIQUE ET DROIT

 SERVICES

 SW!SS REHA

 CLINIQUES REHA LEADERS

 ESPACE MEMBRES

Généralités:

Page d'accueil

Impressum

Exclusion de responsabilité

Enregistrer (seulement membres de SW!SS REHA)

Sitemap

Manifestations

Moteur de recherche national des hôpitaux

Medienkonferenz VRKS
Zusammenfassung

«Trotz grosser Belastung durch die Krankenkassenprämien wünschen sich die Stimmberechtigten ein qualitativ hoch stehendes Gesundheitswesen. Für 90% ist nach wie vor die Qualität der Gesundheitsversorgung ein zentrales Anliegen».

Mit diesem Zitat aus einer aktuellen Studie wandte sich Dieter Nigg, Präsident der Vereinigung der Rehabilitationskliniken der Schweiz (VRKS) an einer Medienkonferenz gegen die kurzsichtige Tendenz verschiedener Krankenversicherer, Rehabilitationspatienten aus Kostengründen ins Ausland zu verlegen, Kostengutsprachen für medizinisch begründete Rehabilitationsmassnahmen nur noch restriktiv zu erteilen oder gar eine Streichung von Rehabilitationsleistungen bei der Zusatzversicherung vorzunehmen. Dieses Verhalten stehe im Widerspruch zum Anliegen der VRKS, das Wohl und die optimale Heilung der Patienten in den Mittelpunkt zu stellen und Reha-Patienten so rasch und so nachhaltig wie möglich wieder in ihre gewohnte Umgebung zu integrieren. Eine rasche und nachhaltige Wiedereingliederung steigere die Lebensqualität der Patienten und senke Gesundheitsfolgekosten durch die Verhinderung von wiederholten Heilbehandlungen und Dauerinvalidität.

Mit klaren Worten distanzierte sich Nigg auch vom Vergleich der Tagesansätze von schweizerischen mit deutschen Kliniken. So würden die meisten der nach Deutschland verlegten Patienten in den VRKS-Kliniken aufgrund des Schweregrades ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung gar nicht stationär, sondern ambulant behandelt. Zudem müsse bezweifelt werden, ob die erhobenen Tagessätze in deutschen Kliniken wirklich kostendeckend seien, da viele defizitär arbeiteten.

Damit Schweizer Patienten auf Dauer in den Genuss einer qualitativ hoch stehenden Rehabilitation kommen, fordert die VRKS, Abstand vom kurzsichtigen Kostendenken zu nehmen und wieder das Patientenwohl in den Vordergrund zu stellen. «Die Leistungen unserer Rehabilitationskliniken lassen sich nicht mit dem Angebot ausländischer ‹Reha- Kliniken› vergleichen, die mehrheitlich Kurgäste betreuen. Darum müssen Patienten, denen ein ausländischer Klinikaufenthalt angeboten wird, vollumfänglich über die unterschiedlichen Qualitätsstandards informiert werden. Die VRKS hat bezüglich Standards mit den gemeinsam mit den Krankenkassen erarbeiteten ‹ALVR-Grundlagen der Rehabilitation› Pionierarbeit geleistet», erklärte Dieter Nigg abschliessend.

Rehabilitationskompetenz erhalten

Daran, dass die Schweiz qualitativ führender Reha-Kliniken sowie der Übernahme der entsprechenden Kosten durch die Versicherer bedarf, liess

Prof. Dr. med. Thierry Ettlin, medizinischer Direktor von Reha Rheinfelden, keinen Zweifel. In unserem Land erleiden jährlich rund 12'000 Menschen einen Hirnschlag, ebenso viele einen Unfall mit Schädelhirnverletzungen. «Bei einer weiteren Einschränkung von Rehabilitationsleistungen würde sich das Sterberisiko nach Schlaganfällen, Herzinfarkten und Unfällen erhöhen. Die Zahl von unabhängig wieder zu Hause lebenden Menschen würde sinken, von abhängigen Menschen in Pflegeheimen und von arbeitsunfähigen Menschen mit chronischen Schmerzen und Depressionen steigen.» Rehabilitation, so Prof. Ettlin weiter, führe damit über den Gewinn an gesunden Arbeitsjahren zu volkswirtschaftlichen Einsparungen und über Mobilität, Unabhängigkeit, Zufriedenheit und Lebensqualität zur Verbesserung der Volksgesundheit.

Die Rehabilitation in der Schweiz gehöre zu den international führenden. Das bestätige unter anderem die Interregio Studie von 1999, welche die Rehabilitationssysteme in Süddeutschland, im Elsass und in der Nordwestschweiz miteinander vergleicht. Prof. Ettlin: «Die Studie zeigt für die Schweizer Kliniken die eindeutig besten Rehabilitationsresultate.»

Neues Label «Swiss Reha»

Damit die Schweizer Reha-Kliniken ihren Standpunkt und ihre Forderungen vermehrt in die gegenwärtig laufende Diskussion einbringen können, wird sich die VRKS stärker in der politischen Diskussion engagieren. «Trotz akutem Kostendruck darf weder das Patientenwohl noch der langfristige volkswirtschaftliche Nutzen unserer Arbeit aus den Augen verloren werden», erklärte dazu

Beat Voegeli, Vizepräsident der VRKS und kaufmännischer Leiter der Reha-Klinik Walzenhausen. Mit dem neuen Label «Swiss Reha» sowie einer Aufklärungskampagne über die Leistungen der Swiss Reha-Kliniken werden sich die in der VRKS organisierten 14 Reha-Kliniken mit ihren rund 3'900 Mitarbeitenden, offensiv an die Öffentlichkeit wenden. Dabei stehen folgende Ziele im Vordergrund: 1. Sensibilisierung der Bevölkerung gegenüber der kurzfristigen und kurzsichtigen Geschäftspolitik einzelner Krankenkassen, 2. Einsatz für eine Gesundheitspolitik, die das Patientenwohl sowie den langfristigen volkswirtschaftlichen Nutzen medizinischer Behandlungen zur obersten Maxime erhebt, sowie 3. Einsatz für den Erhalt Schweizer Rehabilitation sowie ihrer anerkannt hohen Qualität.