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Attualita

1. Frage
Haben Sie Zahlen, wie viele Schweizer Patienten nach Deutschland geschickt werden?

Die Zahl der Patienten, die nach Deutschland geschickt werden, ist uns nicht bekannt. Relevant ist, ob Schweizer Patienten in deutschen Kliniken die bestmögliche Rehabilitation erhalten. Hier melden wir, bei allem Respekt vor den Leistungen unserer deutschen Kollegen, Zweifel an. Tatsache ist, dass in Schweizer Kliniken ein wesentlich besseres Betreuungsverhältnis ausgewiesen wird, als in deutschen Institutionen. In Schweizer Rehabilitationskliniken steht mehr als doppelt soviel medizinisches und therapeutisches Personal pro Patient zur Verfügung. Mehr Personal ergibt eine höhere Therapieintensität, was einen direkten Einfluss auf die Ergebnisqualität hat. Dieser Qualitätsvorsprung wird auch durch eine aktuelle Studie der American Academy of Physical Medicine and Rehabilitation belegt. Diese zeigt klar, dass zwischen der Intensität der Rehabilitation und der Nachhaltigkeit der Genesung ein Zusammenhang besteht. Der Erfolg dieses optimalen Betreuungsverhältnisses spiegelt sich auch in der Inter-regio-Studie, einem Vergleich zwischen elsässischen, süddeutschen und Schweizer Kliniken, wieder: Die Schweizer Kliniken erzielen eindeutig die besten Rehabilitationsresultate: Als einzige auch noch 6 Monate nach der Behandlung.

2. Frage
Helsana schickt nach eigenen Angaben seit Sommer auch Grundversicherte nach Deutschland, was meines Wissens gegen das Territorialprinzip verstösst. Was hält man davon in Rheinfel-den?

Helsana verstösst in der Tat gegen geltendes Schweizer Recht. Wenn das Territorialprinzip nicht mehr gelten soll, dann muss dieses für beide Seiten aufgehoben werden. Das heisst: Deutsche Patienten müssen das Gegenrecht erhalten, sich auf Kosten ihrer deutschen Krankenkasse in der Schweiz behandeln zu lassen.

3. Frage
Gibt es auch umgekehrte Fälle, dass Deutsche in die Schweiz kommen?

Der Bedarf wäre eindeutig vorhanden. Das schweizerische Gesundheitswesen hat weltweit einen hervorragenden Ruf, u.a. auch in Deutschland. Viele Patienten würden gerne die qualitativ hoch stehenden und nachhaltigen Leistungen der Rehabilitationskliniken in der Schweiz in Anspruch nehmen. Vie-len ist das aber aufgrund ihrer Versicherungssituation verwehrt. Nur mit ganz speziellen Versicherungen oder für Selbstzahler ist die umgekehrte Freizügigkeit gegeben. Eine logische Konsequenz muss doch die gegenseitige Freizügigkeit sein.

4. Frage
Stimmt es, dass die deutschen Kliniken bis zur Hälfte billiger sind? Wie kommt das?

Die Rehabilitationssysteme in Deutschland und der Schweiz sind nicht vergleichbar. Nur ein kleiner Teil der Patienten in den deutschen Kliniken sind Rehabilitationspatienten, die z.B. auch Pflege brauchen. In den Schweizer Kliniken sind alle Patienten pflegebedürftig, sonst würden sie nicht stationär betreut. Schon diese Tatsache zeigt die Schwierigkeit bei den System- und Kostenvergleichen.

Schweizer Kliniken verfügen zudem über ein sehr gutes Betreuungsverhältnis von Ärzten, Therapeuten sowie Pflegern auf der einen und Patienten auf der anderen Seite, was international seinesgleichen sucht. Die Patienten in Schweizer Kliniken haben nachgewiesenermassen eine höhere Therapiedichte und eine deutlich höhere Zahl an qualitativ besseren Einzeltherapien. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass dies zu besseren und nachhaltigeren Ergebnissen führt.

Nicht vergessen werden darf, dass die Arbeitszeit in Schweizer Kliniken 42 Wochenstunden gegenüber 38.5 Wochenstunden in Deutschland beträgt. Rechnet man die Kosten entsprechend um, dann unterscheiden sich Schweizer und deutsche Kliniken nur unwesentlich. Wesentlich ist aber, dass wir unseren Patienten aufgrund des besseren Betreuungsschlüssels eine optimale Behandlung und Pflege zukommen lassen können.

5. Frage
Wäre es möglich, dass die Krankenkassenprämien in Deutschland und in der Schweiz sin-ken/weniger schnell steigen, wenn die Schweizer Patienten billiger in Deutschland behandelt werden und die deutschen Spitäler dadurch mehr Auslastung hätten?

Eine solche Sichtweise geht ganz klar zulasten der Qualität und damit vor allem auf Kosten der Patientinnen und Patienten. Im Vergleich mit süddeutschen Kliniken weisen Schweizer Kliniken eine höhere Nachhaltigkeit auf. Ein Patient, der in einer Schweizer Klinik rehabilitiert wurde, kommt nicht so schnell wieder in die Rehabilitation wie ein Patient, der in einer deutschen Klinik behandelt wurde. Das belegt die Interregio-Studie eindeutig. Das heisst: Schweizer Kliniken nützen dem Patientenwohl, aber auch dem Wohl der eigenen Volkswirtschaft am besten. Denn jeder nachhaltig rehabilitierte Patient bleibt länger im Arbeitsprozess tätig und verursacht weniger medizinische Folgekosten. Deswegen legen wir höchstes Gewicht auf eine möglichst nachhaltige Behandlung. Alles andere sind kurzfristige, monetäre Gesichtspunkte, die vielleicht den Krankenkassen nützen, aber sicher nicht dem Wohle des Patienten dienen.

Sparen bei der Rehabilitation führt also in jedem Fall zu mehr IV-Fällen, mehr Rentenleistungen, mehr Pflegekosten oder mehr Taggeldleistungen bei Arbeitsunfähigkeit. Auch der Verlust von Arbeitsplätzen im Reha-Bereich würde den Staat über die Arbeitslosenversicherung belasten. Ein Abbau von Rehabi-litationsleistungen bedeutet einen Anstieg der volkswirtschaftlichen Kosten. Das kann niemand wollen.

Für Auskünfte und Fragen stehen Ihnen folgende Stellen zur Verfügung:

Dieter Nigg, Präsident SW!SS REHA, Direktor, Klinik Valens, Rheuma- und Rehabilitationszent-rum, Tel. 081 303 11 11

Geschäftsstelle SW!SS REHA, Tel. 062 824 51 52